Meine Berufung
Menschen zu lehren, warum es sich lohnt und wie es möglich ist, so lange wie möglich gesund zu leben.
Für mich bedeutete Medizin nie bloß die Behandlung von Krankheiten. Vielmehr geht es um Haltungs- und Denkweise, um Bildung und systemisches Denken. Darum, zu verstehen, wie Gesundheit aus täglichen Entscheidungen entsteht – aus dem Lebensstil, aus Gemeinschaften und aus langfristigen Strategien.
Der Weg zur Medizin
Ich wurde am 10. August 1991 in Debrecen geboren und verbrachte meine Kindheit in Balmazújváros in Ostungarn. Schon in der Grundschule begegnete ich Pädagoginnen und Pädagogen, die nicht nur Wissen vermittelten, sondern lebensprägende Vorbilder waren. Bereits in der ersten Klasse lernte ich, dass regelmäßiges Üben zu echter Entwicklung führt. Ich war kein besonders begabtes Kind, doch durch konsequente Arbeit gelang es mir zweimal, einen landesweiten Rezitationswettbewerb zu gewinnen. Diese Erkenntnis begleitete meinen gesamten weiteren Weg: Entwicklung ist das Ergebnis bewusster, kontinuierlicher Arbeit.
Der Sport war ebenfalls ein prägender Bestandteil meines Lebens. Mannschaftssportarten, Leichtathletik und Laufen schufen einen natürlichen Ausgleich zum Lernen und legten den Grundstein für den Lebensstil, den ich bis heute vertrete. Der Sport lehrte mich Disziplin, Konsequenz und Denken im Team.
Später war es vor allem das Fach Chemie, inspiriert durch meine Lehrerin Margit Béres, das meinem Leben eine klare Richtung gab. Es war ein Gebiet, das ich liebte, verstand und in dem ich im Vergleich zu meinen Mitschülern besonders erfolgreich war. Darauf baute ich meine weitere Ausbildung auf und setzte meine schulische Laufbahn am Árpád-Tóth-Gymnasium in Debrecen im Schwerpunkt Biologie–Chemie fort – mit dem klaren Ziel, Medizin zu studieren.
Während meiner Schuljahre sammelte ich nahezu in allen möglichen Arbeitsbereichen praktische Erfahrungen. Diese dienten nicht nur dem Taschengeld, sondern prägten früh mein realistisches Verständnis vom Leben, von Verantwortung und von Arbeit.
Meine erste "medizinische" Arbeit bestand darin, mehrere tausend medizinische Blutegel aus Gräben zu sammeln. Diese verkaufte ich an ein Angelgeschäft und an Privatpersonen – und konnte mir so im Alter von zwölf Jahren aus eigener Kraft mein erstes Mobiltelefon leisten.
Ich arbeitete am Strand, trug Zeitungen aus, sammelte von Haus zu Haus Metall und Papier und brachte es zum Recyclinghof, war Allrounder und Gärtner in einem kleinen Unternehmen, verkaufte Gummibärchen und Sandwiches an meine Mitschüler – und verbrachte über Jahre hinweg die Sommerferien auf dem Maisfeld. Dort hackte ich Unkraut und entfernte in der Hitze die Fahnen, um mir das Taschengeld für die nächste Zeit zu verdienen. All diese Erfahrungen lehrten mich, Arbeit zu respektieren, einen bewussten Umgang mit selbst verdientem Geld zu entwickeln und stärkten zugleich meine Entscheidung für eine ärztliche Laufbahn.
Während meiner Studienjahre begann ich – als Ausgleich zu den stressigen und fordernden Prüfungsphasen – neben dem Fußball mit dem Langstreckenlauf, lernte das schnelle Schwimmen und sammelte bei Triathlon-Wettkämpfen wertvolle Erfahrungen. So brachte ich mein Leben in ein gesundes Gleichgewicht.
Im Herbst 2013 hatte der Gemeinschaftserlebnis des Budapester Halbmarathons eine derart kathartische Wirkung auf mich, dass ich beschloss, dieses Erlebnis möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Dieses Erlebnis beeinflusste auch maßgeblich meine Wahl der medizinischen Fachrichtung.
Ich dachte lange darüber nach, in welchem Bereich der Medizin ich diesen präventiven Ansatz am wirksamsten an die Bevölkerung weitergeben kann – und gleichzeitig die Balance zwischen Familie, Karriere und Gesundheit in meinem eigenen Leben bewahren kann. So entschied ich mich für die Allgemeinmedizin, also die Hausarztmedizin.
Während des Medizinstudiums lernte ich meine Frau Mariann kennen. Unsere größte gemeinsame Freude und unser größter Stolz sind unsere drei Kinder: Nolen, Marcell und Lana.

Medizin als System
Meine Facharztprüfung in Allgemeinmedizin absolvierte ich 2019, die Facharztprüfung in Arbeitsmedizin 2023 und das Diplom im Gesundheitsmanagement erwarb ich 2024 an der Universität Debrecen. Ergänzend dazu absolvierte ich spezialisierte Weiterbildungen in den Bereichen Sportrehabilitation, Mikrobiom und Kommunikation.
Zwischen 2019 und 2025 arbeitete ich in Ungarn, in der Gemeinde Székely, als leitender Arzt und Hausarzt in meiner eigenen hausärztlichen Gemeinschaftspraxis. In dieser Zeit begann ich bewusst mit dem strukturierten Aufbau eines longevity-orientierten Rahmens für die Familienmedizin.

Als Arbeitsmediziner arbeitete ich mit mehr als fünfzig kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie multinationalen Konzernen zusammen. Der Fokus lag dabei auf der Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Führungskräften und Mitarbeitenden sowie auf langfristigen strategischen Denk- und Handlungsansätzen.
Gemeinschaft und Sport
Gemeinsam mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen gründeten wir 2018 die Mozaik Med Laufgemeinschaft, die heute als gemeinnütziger Sportverein in mehreren Städten (Budapest, Debrecen, Nyíregyháza, Tokaj) wöchentlich kostenlose gemeinschaftliche Läufe organisiert.
Mit einem ärztlichen und Laufbotschafter-basierten Führungssystem nehmen jede Woche mehrere hundert Menschen an diesen Aktivitäten teil.
Über fünf Jahre hinweg war ich Wettkampfdirektor des von unserer eigenen Organisation gegründeten und ausgerichteten Nyíregyháza-Lauffestivals. Seit zwei Jahren bin ich zudem als Longevity-Berater für das Mozaik Med Debrecen Lauffestival tätig.
Ich bin überzeugt, dass die Zukunft der Primärversorgung nicht ausschließlich in Arztpraxen stattfindet, sondern zunehmend in sportlichen Gemeinschaften. Ein Flaggschiff dieses Ansatzes ist die Mozaik-Med-Gemeinschaft mit ungarischer Basis und einer klaren Vision für internationalen Community-Aufbau.
Ich nahm an den World Medical Games in Malta und Marseille teil und erreichte dort Podiumsplätze in den Disziplinen Triathlon und Schwimmen. Beim Ironman 70.3 Budapest erzielte ich in meiner Altersklasse das beste ungarische Ergebnis. Meine persönliche Bestzeit im Halbmarathon (21,1 km) liegt bei 1 Stunde 25 Minuten.
Sport bedeutet für mich heute nicht mehr primär Leistung, sondern die Aufrechterhaltung der Balance zwischen Familie, Karriere und Gesundheit. Er ist Quelle neuer Ideen – die oft während des Trainings entstehen –, dient der Regeneration, dem Erleben und der geistigen Schärfung.
Die Edukation der Bevölkerung hat für mich einen hohen Stellenwert. Deshalb betreibe ich seit über zehn Jahren über soziale Medien kontinuierliche Bewusstseinsarbeit, damit ein gesundheitsbewusster Lebensstil in möglichst breiten Bevölkerungsgruppen zur gelebten Praxis wird.
Auf individueller, gemeinschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene arbeite ich dafür, dass möglichst viele Menschen weltweit bis zu 15 gesunde Lebensjahre hinzugewinnen können.
Ich arbeite an der Weiterentwicklung des Longevity Family Doctor™-Systems, aufgebaut auf internationalen Erfahrungen und der gezielten Verbindung von Primärversorgung und Longevity-Ansatz.
Meine hausärztliche Praxistätigkeit setze ich ab dem 1. März 2026 ausschließlich in der Schweiz fort, in den Städten Olten und Obergösgen.
Meine ärztliche Arbeit ist konsequent von der Longevity-Perspektive geprägt: Ich begleite meine Patientinnen und Patienten dabei, zu lernen, wie sie ein langes, gesundes und qualitativ hochwertiges Leben führen können.
Regelmäßig halte ich Vorträge in Unternehmen sowie auf Fachkonferenzen – sowohl online als auch in Präsenz –, in denen ich über das Longevity Family Doctor-System praxisnah vermittle, wie ein langes und gesundes Leben strategisch aufgebaut werden kann.
Die klassische hausärztliche Versorgung übe ich derzeit ausschließlich in der Schweiz aus. Parallel dazu biete ich online Longevity-Strategieberatungen in begrenzter Anzahl für Einzelpersonen sowie für Unternehmensleiterinnen, Unternehmensleiter und Entscheidungsträger an.

Im Rahmen der strategischen Konsultationen betrachten wir stets das Gesamtbild.
Wir analysieren systematisch jene Risiko- und Schutzfaktoren, die die Gesundheit beeinflussen, mit dem Ziel, kurz- wie langfristig die größtmögliche Wirkung zu erzielen – sowohl auf den Gesundheitszustand von Einzelpersonen als auch auf die nachhaltige Entwicklungsfähigkeit von Unternehmen.
Häufige Beratungsthemen:
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Entwicklung von longevity-orientierten Unternehmensaufbau- und Geschäftsmodellen
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Strategische Orientierung innerhalb internationaler Longevity-Trends
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Integration von Longevity-Denken in gesundheits- und wellbeing-fokussierte Organisationen
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Analyse und bewusste Wiederherstellung der Balance zwischen Familie, Karriere und Gesundheit – eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, sowohl für Mitarbeitende als auch für Führungskräfte und Entscheidungsträger
Mit personalisierten Longevity-Plänen sowie der Entwicklung longevity-basierter Unternehmensstrategien ist es mein Ziel, sowohl auf individueller als auch auf organisatorischer Ebene dazu beizutragen, dass Menschen möglichst lange gesund leben und ihre Leistungsfähigkeit auf hohem Niveau erhalten können.
Longevity bedeutet für mich eine langfristige persönliche und berufliche Verpflichtung. Sie ist die Denk- und Haltungsebene meiner Berufung.
